Sebastian Lüning                                                            

Sebastian Lüning (* 1970 auf Helgoland) ist ein deutscher Geowissenschaftler, Film- und Buchautor. 

Inhaltsverzeichnis
Kindheit, Jugend und Privates
Wissenschaftlicher Werdegang
Nordafrikaforschung
Tätigkeit in der Kohlenwasserstoffexploration
Klimaforschung
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Amateurfunk
Langstreckenlauf
Schriften
     9.1  Artikel in Fachzeitschriften 
     9.2  Bücher
     9.3  Dokumentar- und Lehrfilme 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1  Kindheit, Jugend und Privates

Sebastian Lüning wuchs auf der Nordseeinsel Helgoland auf, wo er früh mit der Natur und ihren Kräften in Kontakt kam. Wie viele Insulaner lernte er schnell, selber mitzudenken, anstatt vorgefertigte fremde Lösungen vorschnell anzunehmen. Nach Beendigung der Grundschule zog die Familie aufs Festland. In Wedel bei Hamburg besuchte Sebastian das Gymnasium, das er 1990 mit dem Abitur abschloss. Seit 1993 ist er mit Renata Lüning verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. In der Verwandtschaft gibt es mehrere Wissenschaftler, darunter Vater Klaus (Meeresbiologe), Onkel Jens (Archäologe) und Cousin Jan (Physiker).

 

2  Wissenschaftlicher Werdegang

Sebastian Lüning studierte Geologie/Paläontologie an der Universität Göttingen. Seinen Diplomabschluss erlangte er 1994, im Rekordtempo nach nur 8 Semestern. Für sein Vordiplom wurde er durch das Land Niedersachsen ausgezeichnet. Thema seiner Diplomarbeit war Nord-Thailand, wozu er im Urwald mehrwöchige Geländearbeiten durchführte.

 

3  Nordafrikaforschung

Lünings Doktorarbeit führte ihn auf die Sinai-Halbinsel in Ägypten. Im Rahmen von Geländearbeiten und Analysen von dort beprobten Foraminiferen (einzelligen Kalkfossilien), rekonstruierte er Meeresspiegelschwankungen und tektonische Hebungen während der Oberkreide und dem Alttertiär. Lüning verfasste eine Reihe von Publikationen, was 1997 zu einer der ersten kumulativen Doktorarbeiten im Fachbereich führte. Hierfür erhielt Lüning die Bewertung ‚summa cum laude‘ sowie den „Bremer Studienpreis 1998“ der alljährlich von den Freunden der Universität gestiftet wird.

Während eines dreijährigen Aufenthaltes in Großbritannien als Postdoc an den Universitäten von Wales und Royal Holloway London wechselte Lüning altersmäßig in das Paläozoikum und geographisch nach Libyen. Thema waren Sauerstoffmangelsituationen und damit verbundene Ablagerung von Erdölmuttergesteinen während des Silur, Devon und Infrakambriums. Die Arbeiten wurden in enger Kooperation mit der Ölgesellschaft Lasmo in London durchgeführt. Zu dieser Zeit entstanden mehrere Pionierarbeiten, darunter eine Silursynthese, die im Fachblatt Earth-Science Reviews 2000 erschien und bislang 428 Mal von anderen Arbeiten zitiert wurde (Google Scholar, Stand März 2021).

Zwischen 2000-2007 kehrte Lüning als Postdoc an die Universität Bremen zurück, wo er weitere Studien in Tunesien, Algerien, Marokko und Jordanien unternahm. Für seine Habilitation wurde er 2007 mit dem Hanns-Bruno-Geinitz-Preis ausgezeichnet. Im Wintersemester 2005/2006 war Lüning kurzzeitig Gastprofessor am Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Wien. Über die Jahre nahm Lüning an einer Reihe längerer Forschungsexpeditionen in entlegene Teile der Sahara in Libyen und Algerien teil. Neben seinen nordafrikanischen Forschungsarbeiten drehte er zusammen mit Markus Geiger mehrere Dokumentar- und Lehrfilme zur Erdgeschichte Marokkos, Libyens und der Kanareninsel La Palma, die heute für alle Interessierten auf seinem Youtube-Kanal "Geology of the World" frei verfügbar sind. Nach Sebastian Lüning ist aus Jordanien der untersilurische Graptolith Neodiplograptus lueningi benannt (Loydell 2007).

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Sebastian Lüning (2006)

 

4  Tätigkeit in der Energiebranche

Im Jahr 2007 wechselte Sebastian Lüning aus der Forschung in die Energiebranche, wo er seitdem bei europäischen Firmen im Bereich Neue Vorhaben tätig ist. Von 2007 bis 2020 lag sein Fokus auf der Exploration von Kohlenwasserstoffen. Seit 2020 arbeitet Lüning vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien, darunter CCUS, Stromspeicher-Technologien und marine Minerale. Als passionierter Fahrrad- und Eisenbahnfahrer sowie Energiesparer unterstützt Sebastian Lüning die Dekarbonisierung auch im kleinen Maßstab.

 

5  Klimaforschung

In Fortsetzung seiner langjährigen Wissenschaftlerkarriere, hat sich Lünings Forschungsschwerpunkt seit 2010 in den Bereich des Klimawandels und der Paläoklimatologie verschoben. Die Geowissenschaften bilden einen integralen Bestandteil der Klimawissenschaften und stellen eine Schlüsseldisziplin dar, die im öffentlichen Wahrnehmungsbild leider noch immer unterrepräsentiert sind. Lünings Göttinger Studium der Geologie/Paläontologie bildet zur Mitarbeit in dieser Sparte eine gute Basis, was auch daran deutlich wird, dass zwei seiner Kommilitonen (Schöne, Fleitmann) heute als Professoren in der Klimaforschung hauptamtlich tätig sind.

Sebastian Lüning betreibt seine Forschungen unabhängig von seiner beruflichen Tätigkeit, wurde dazu von der Industrie weder beauftragt noch bezahlt. Antrieb ist allein das Interesse an den wissenschaftlichen Fragen sowie die persönliche Erkenntnis, dass in den Klimawissenschaften an entscheidender Stelle noch große Lücken klaffen, die es jetzt ergebnisoffen anzugehen gilt. Dem Vorbild Alexander von Humboldts folgend, definiert Lüning seine Forschungsthemen selber und arbeitet dabei mit wechselnden Wissenschaftlerteams, die gemäß den jeweiligen Anforderungen der Projekte zusammenfinden.

5.1  Paläoklimatologie

Ein Schwerpunkt von Lünings derzeitiger Forschertätigkeit liegt auf der globalen Klimakartierung der Mittelalterlichen Wärmeperiode (MWP), die auch als Mittelalterliche Klimaanomalie (MCA) bekannt ist. Hierzu werden alle verfügbaren publizierten Fallstudien hinsichtlich ihrer klimatischen Trendaussage zum Zeitabschnitt 1000-1200 n.Chr. ausgewertet und auf einer speziellen Google Karte zunächst gesammelt. Die Karte ist für alle Interessierten frei zugreifbar und wurde in den letzten 3 Jahren bisher bereits mehr als 265.000 Mal aufgerufen. Es ist davon auszugehen, dass sich darunter auch viele Wissenschaftler befinden, die die Synthese für ihre Arbeiten nutzen.

Auf Basis dieser Auswertung hat Lüning zusammen mit Fachkollegen bisher Publikationen zur mittelalterlichen Temperaturgeschichte und Niederschlagsentwicklung in Afrika sowie zur Temperaturgeschichte in Südamerika, Afrika, Ozeanien, Antarktis und Mittelmeerraum veröffentlicht. Die Papers beschreiben systematische klimatische Verschiebungen während der MWP und diskutieren mögliche natürliche Klimafaktoren. Die erste Studie wurde von der American Geophysical Union (AGU) besonders gewürdigt und dazu ausgewählt, in der Mitgliederzeitschrift Eos einem breiten Publikum vorgestellt zu werden. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Klimaentwicklung des Holozäns, also der letzte 12.000 Jahre. Hier erschien bereits eine Synthese zur holozänen Entwicklung in Nordafrika und Arabien. Eine Arbeit zur globalen Entwicklung ist in Vorbereitung.   

 

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Abbildung: Globale Übersicht von Fallstudien zur Mittelalterlichen Klimaanomalie. Frei zugänglich hier.

  

5.2  Natürliche Klimavariabilität

Zusammen mit Fachkollegen analysiert Lüning die Temperatur- und Niederschlagsdaten der vergangenen 120 Jahre hinsichtlich ihrer natürlichen Klimavariabilität. Die bislang publizierten Arbeiten haben die Niederschläge in Afrika und Europa sowie die Temperaturen in Europa zum Thema. Eine andere Arbeit im Fachblatt frontiers in earth sciences setzt das Pariser 2 und 1,5-Grad Klimaziel in einen Kontext der letzten Jahrtausende und wurde auch vom IPCC im Spezialbericht zum 1,5-Gradziel zitiert. Eine kritische Zusammenfassung zum Klimafaktor Sonne von Lüning und Vahrenholt erschien 2016 als Kapitel in einem bei Elsevier erschienenen Buch.

 

5.3  IPCC-Gutachtertätigkeit

Sebastian Lüning ist offizieller Gutachter der IPCC Spezialberichte zum 1,5-Grad-Ziel (SR15, Liste der Reviewer hier) und zu Ozeanen und Cryosphäre (SROCC), sowie des 6. Klimasachstandsberichts. Seine Gutachter-Erfahrungen berichtete Lüning in zwei Videos (SR15, SROCC).

 

5.4  Beratung der Politik

Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt wurden am 3. Juli 2012 zu einer Präsentation ihrer Ergebnisse mit anschließender Diskussion in das Europaparlament in Straßburg eingeladen (Pressemitteilung CDU-Abgeordnete hier). 2018 und 2021 nahm Lüning als Experte an Anhörungen des Landtags Nordrhein-Westfalens zum Klimawandel teil (Stellungnahme 2018 hier und 2021 hier). Im April 2019 gehörte Lüning zur Expertengruppe eines öffentlichen Fachgespräch des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Deutschen Bundestag zum Thema CO2-Bepreisung (Video hier, Stellungnahme hier). Im Herbst 2019 gab Lüning zusammen mit Hans-Joachim Dammschneider eine schriftliche Stellungnahme für den Thüringer Landtag (pdf hier). Im Januar 2020 nahm Lüning als Experte an einer Anhörung des Ausschusses für Umwelt und Energie der Hamburgischen Bürgerschaft zum Hamburger Klimaplan teil (Stellungnahme hier). Im Februar 2020 nahm Lüning an einer Anhörung des Bayerischen Landtages teil (Stellungnahme hier). Im Oktober 2020 war Lüning Referent bei einer Anhörung zum Klimaschutzgesetz des Landtags von Baden-Württemberg (Videoaufzeichnung hier). 

Zum Thema "Attribution" veröffentlichte Lüning auch einen Beitrag mit dem Titel "Wieviel Klima macht der Mensch?", der im Juni 2020 in der Sonderpublikation "Wohlstand für Alle - Klimaschutz & Marktwirtschaft" der Ludwig-Erhard-Stiftung erschien (Artikel hier, siehe auch Seite 76 im pdf hier) .

 

5.5  Buch „Unerwünschte Wahrheiten“

Im September 2020 erschien Lünings Buch "Unerwünschte Wahreheiten - Was Sie über den Klimawandel wissen sollten". Zusammen mit dem ehemaligen ehemaligen Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt fasst er darin den Wissensstand zum Klimawandel und Energiewende in 50 Kapiteln zusammen, untermauert mit 2300 Literaturzitaten. Das Buch wurde in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen und erhielt 4,6 von möglichen 5,0 Punkten bei insgesamt 263 Amazon-Leserrezensionen (Stand: März 2021). Das Buch wurde mehr als 10.000 Mal verkauft und liegt mittlerweile in der 4. Auflage vor.   

 

5.6  Buch „Die kalte Sonne“

Im Februar 2012 veröffentlichten Lüning und Vahrenholt der der promovierte Chemiker und ehemaligen Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt eine kritische Analyse zu den Klimawissenschaften vor. Die Buchveröffentlichung schien dabei ein großes öffentliches Informationsdefizit zu füllen, was sich in zwei Auflagen mit insgesamt 25.000 gedruckten Exemplaren niederschlug. Insgesamt rangierte „Die kalte Sonne“ 2012 drei Wochen lang in den Top 20 der Spiegelbestsellerliste in der Kategorie Sachbücher. In den Folgejahren erschien das Buch auch in englischer und polnischer Übersetzung.

In den Medien gab es viel Widerstand gegen das Buch. Kritik waren die führenden Klimawissenschaftler nicht gewohnt. Die psychologische Reaktion des ‚Establishment‘ war im Prinzip vorprogrammiert, unterscheidet sie sich doch in keiner Weise von früheren Kontroversen in der Wissenschaftsgeschichte, wobei neue Gedanken zunächst kategorisch abgelehnt und die ‚Eindringlinge‘ als vermeintlich unseriös dargestellt werden. Beispiele sind das heliozentrische Weltbild, die Darwinsche Abstammungslehre, Plattentektonik und das Waldsterben, deren Verfechtern man einen unbequemen Empfang in der jeweiligen Umbruchsphase bescherte.

Einige Zeitungskommentatoren erkannten dennoch den Wert „der kalten Sonne“. So kommentierte Die Welt am 11. Februar 2012: „Ein neues Buch über den Klimawandel hat hitzige Diskussionen ausgelöst. Dabei plädieren die Autoren im Grunde nur dafür, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Freie Welt rezensierte am 17. Februar 2012: „... das Buch ist empfehlenswert, auch deswegen, weil es benennt, wie vieles noch unsicher und unbewiesen ist.“ Selbst Altkanzler Helmut Schmidt studierte das Buch und erklärte: „Lünings und Vahrenholts Thesen sind nachvollziehbar“.

Im April 2012 machte die Wirtschaftssendung ECO des Schweizer Fernsehens “Die kalte Sonne” zum Buchtipp der Woche. Zudem räumten einige Zeitungen Lüning und Vahrenholt im Zuge der Diskussionen zum Buch Raum ein, um ihre Ergebnisse zu erläutern und Kritikern zu antworten. So erschien am 1. März 2012 der Artikel „Hier irren die Klimapäpste“ in der Wochenzeitung ‚Die Zeit‘, nachdem sich herausstellte, dass der führende Kritikführer der Zeit parallel auch beim Greenpeace Magazin tätig war. Fünf Tage später reagierten Lüning und Vahrenholt auch im Hamburger Abendblatt mit dem Artikel „Ohne Sonne geht es nicht“ auf Kritik von Mojib Latif.

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Sebastian Lüning (2012)

5.7  Klimaschau und Blog

Seit 2020 berichtet Lüning regelmäßig auf seinem Youtube-Kanal "Klimaschau" über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Ein thematisch sortiertes Inhaltsverzeichnis aller Beiträge gibt es auf klimaschau.tv. Tägliche Informationen zum Thema Klima und Energie bringt ein Team um Sebastian Lüning im Kalte-Sonne-Blog, das seit 2012 online ist.    

 

6  Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Sebastian Lüning erhielt für besondere Leistungen im Rahmen des Vordiploms, der Promotion und Habilitation Auszeichnungen:

  • Oktober 1992: Auszeichnung des Landes Niedersachsens für besondere Leistungen im Vordiplom

  • Februar 1999: „Bremer Studienpreis 1998“, gestiftet von den Freunden der Universität Bremen

  • Februar 2007: Auszeichnung mit dem Hanns-Bruno-Geinitz-Preis

Sebastian Lüning ist seit 1990 Mitglied der American Geophysical Union (AGU).

 

7  Amateurfunk

Bereits als Schüler erwarb Sebastian Lüning 1987 die Kurzwellen-Amateurfunklizenz mit dem Rufzeichen DL5XAS. In den Folgejahren war er in der weltweiten Funktelegraphie sehr aktiv. Er nahm an etlichen internationalen Funkwettbewerben teil und wurde deutscher Sieger in der 100 Watt-Klasse im US-amerikanischen Worked-All-States (WAS) Contest.

  

8  Langstreckenlauf

Sebastian Lüning war ambitionierter Läufer und ist auch heute noch Gelegenheitsjogger. Als Jugendlicher besaß er im 1000 m-Lauf eine Bestzeit von 2:33 Minuten. Als Erwachsener sattelte er auf längere Strecken um und nahm an zahlreichen Marathon- und Halbmarathonrennen teil. Seine Marathonbestzeit liegt bei 2:29 Stunden, erzielt 2008 beim Essener Marathon Rund um den Baldeneysee. Lünings Bestmarke im Halbmarathon liegt bei 1:11 Stunden. Siege errang er u.a. beim Blankeneser Halbmarathon sowie beim Hamburger Airport Race. Beim New York City Marathon 2009 erreichte Lüning einen 179. Platz, wobei insgesamt 40.000 Teilnehmer am Start waren.

Lüning betreut die beiden Webplattformen Inselläufer und Länderläufer, auf denen Läufer Wettbewerbe auf verschiedenen Inseln und Ländern sammeln.  

  

Schriften

9.1  Artikel in Fachzeitschriften

H.-J. Lüdecke, G. Müller-Plath, M. G. Wallace, S. Lüning (2021): Decadal and multidecadal natural variability of African rainfall. Journal of Hydrology - Regional Studies, 34, doi: 10.1016/j.ejrh.2021.100795

Lüning, S. (2020): Electrical Energy Storage: Unlocking the full Potential of Renewable Energies. Energy Journal, 2, 203-218, https://ispg.org/pdfs/ISPG15_web.pdf

Perez, L., C. Crisci, S. Lüning, M. Michaelovitch de Mahiques, F. García-Rodríguez (2020): Last millennium intensification of decadal and interannual river discharge cycles into the Southwestern Atlantic Ocean increases shelf productivity. Global and Planetary Change 103367. doi: 10.1016/j.gloplacha.2020.103367 

Garcia-Rodriguez, F., C. Piccini, D. Carrizo, L. Sánchez-Garcia, L. Pérez, C. Crisci, A. B. Oaquim, H. Evangelista, A. Soutullo, A. Azcune, S. Lüning (2020): Centennial glacier retreat increases sedimentation and eutrophication in Subantarctic periglacial lakes: A study case of Lake Uruguay. Science of The Total Environment.

H.-J. Lüdecke, R. Cina, H.-J. Dammschneider, S. Lüning (2020): Decadal and multidecadal natural variability in European temperature. J. Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, doi: 10.1016/j.jastp.2020.105294

Lüning, S., M. Gałka, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2020): The Medieval Climate Anomaly in Oceania. Environmental Reviews, 28 (1): 45-54, doi: 10.1139/er-2019-0012

Lüning, S., L. Schulte, S. Garcés-Pastor, I. B. Danladi, M. Gałka (2019): The Medieval Climate Anomaly in the Mediterranean region. Paleoceanography and Paleoclimatology, 34 (10): 1625-1649, doi: 10.1029/2019PA003734

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in Antarctica. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., 532,  doi: 10.1016/j.palaeo.2019.109251 

Laurenz, L., H.-J. Lüdecke, S. Lüning (2019): Influence of solar activity on European rainfall. J. Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, 185: 29-42, doi: 10.1016/j.jastp.2019.01.012

Lüning, S., F. Vahrenholt (2019): Holocene climate development of North Africa and the Arabian Peninsula. In: Bendaoud, A., Hamimi, Z., Hamoudi, M., Djemai, S., Zoheir, B. (Eds.), Geology of the Arab World - An overview’, Springer, 507-546, doi: 10.1007/978-3-319-96794-3_14.

Lüning, S., M. Gałka, F. P. Bamonte, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in South America. Quaternary International, 508: 70-87. doi: 10.1016/j.quaint.2018.10.041.

Lüning, S., M. Gałka, I. B. Danladi, T. A. Adagunodo, F. Vahrenholt (2018): Hydroclimate in Africa during the Medieval Climate Anomaly. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., 495: 309-322, doi: 10.1016/j.palaeo.2018.01.025.

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

Lüning, S., F. Vahrenholt (2017): Paleoclimatological context and reference level of the 2°C and 1.5°C Paris Agreement long-term temperature limits. Frontiers in Earth Science, 12 December 2017, doi: 10.3389/feart.2017.00104.

Lüning, S., F. Vahrenholt (2016): “The Sun's Role in Climate”. In: Evidence-Based Climate Science, Second Edition. Editor: Don Easterbrook; Elsevier, pp.283-306. doi: 10.1016/B978-0-12-804588-6.00016-1

Lüning, S., J. Kuss (2014): Petroleum Geology of Jordan. In: L. Marlow, C. Kendall and L. Yose, eds., Petroleum systems of the Tethyan region: AAPG Memoir 106, p. 217–239.

Lüning, S. (2013): Studies of the past as the key to the future? Geological and historical reconstructions provide valuable support for future trend prediction of natural disasters. Disaster Advances 6(10):1-3

Lüning, S., N. Miles, T. Pearce, E. Brooker, P. Barnard, G. Johannson, S. Schäfer (2010): Biostratigraphy, chemostratigraphy and thermal maturity of the A1-NC198 exploration well in the Kufra Basin, SE Libya. In: B. A. Vining, S. C. Pickering (eds), Petroleum Geology: From Mature Basins to New Frontiers. Proceedings of the 7th Petroleum Geology Conference, Geological Society, London, 761-770.

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Lüning, S., D. K. Loydell, P. Štorch, Y. Shahin, J. Craig (2006): Origin, sequence stratigraphy, and depositional environment of an Upper Ordovician (Hirnantian) deglacial black shale, Jordan - Discussion. Palaeo3. 230: 352-355.

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9.2  Bücher

Vahrenholt, F., Lüning, S. (2020): Unerwünschte Wahrheiten. Langen Müller, München (398 S.).

Vahrenholt, F., Lüning, S. (2014): Zimne Słońce – Dlaczego katastrofa klimatyczna nie nadchodzi!. Wydawnictwo Aletheia (polnisch, 388 S.).

Vahrenholt, F., Lüning, S. (2013): The Neglected Sun: How the Sun Precludes Climate Catastrophe. Stacey International, London (412 S.).

Vahrenholt, F., Lüning, S. (2012): Die kalte Sonne. Hoffmann & Campe, Hamburg (448 S.).

 

9.3  Dokumentar- und Lehrfilme

Lüning, S. (2020): Gefährlicher Fehlalarm? Die Ausrufung des Klimanotstandes in Bremen (Video, 56 min). https://www.youtube.com/watch?v=uIO8rMNuc80

Lüning, S., M. Watt (2009): Bottoms up and Kelly down: An Introduction to Petroleum Drilling for Non-Drillers (Video, 2 x 45 min).

Lüning, S., N. Fello, J. Craig, D. le Heron, S. Lubeseder, S. Schulz, G. Pyke, A. Dunford, Y. Abutarruma (2007): Petroleum Geology of Southern Libya (Video, 4h 30 min), Seven-Continents.com, Bremen.
https://www.youtube.com/watch?v=kjY12dhDhc4

Lüning, S., Geiger M. (2006): La Palma – Der schlummernde Feuerdrache (Video, 52 min). Seven-Continents.de, Bremen.
https://www.youtube.com/watch?v=XOazODwo470

Lüning, S., Geiger, M. (2005): Naturwunder des Maghreb - Expedition durch die Erdgeschichte Marokkos (deutsch/englisch) (Video, 58 min). Seven-Continents.com, Bremen.
https://www.youtube.com/watch?v=WYJQDj73HXE

Lüning, S., Geiger, M. (2005): Hunting Hot Shales in Wadi Tanezzuft: Characteristics and origin of the Silurian source rock in the Libyan Sahara (Video, 35 min). Seven-Continents.com, Bremen.
https://www.youtube.com/watch?v=8Hd8QXloj-U  

 

 

Sebastian Lüning 2018

Sebastian Lüning (2018)